Weihnachtsguetzli/-plätzchen Klassiker

Bei uns ist es mittlerweile Tradition, dass ich mit meinen Kindern in der Vorweihnachtszeit Weihnachtsguetzli / Weihnachtsplätzchen backe. Die Kleinen freuen sich jeweils riesig auf unsere Weihnachtsbackstube und ich geniesse es, mit meinen Lieben die Weihnachtszeit einzuläuten. Und auch meine Vorfreude steigt mit jedem lecker-duftenden Guetzliblech, das aus dem Ofen kommt J

Wir lieben Klassiker wie Mailänderli, Zimtsterne, Brunsli und Spitzbuben und gerne möchte ich heute ein paar klassische Rezepte mit Dir teilen, die uns sehr gut schmecken.

 

Mailänderli

Das Mailänderli ist das beliebteste Weihnachtsguetzli der Schweiz und darf auch bei uns in der Adventszeit nicht fehlen. Bisher habe ich das Rezept von Betty Bossi verwendet, in diesem Jahr habe ich ein Mailänderli-Rezept verwendet, das ich auf der Seite stilpalast.ch entdeckt habe und die Mailänderli schmecken echt lecker. Das Rezept zum Ausdrucken findest Du hier.

 

Für 50-60 Guetzli benötigst Du: 250 g Butter (zimmerwarm), 250 g Zucker, 3 kleine Eier, 1 Eigelb und 1 EL Rahm (Sahne)  für die Glasur, Schale einer gewaschenen Bio-Zitrone, 1 Prise Salz, 480 g Mehl

Zubereitung

  1. Zimmerwarme Butter, Zucker und Eier mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine auf hoher Stufe schaumig rühren. Zitronenschale und eine Prise Salz beifügen, weiterrühren.
  2. Bei niedriger Stufe das gesiebte Mehl langsam unterrühren bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  3. Teig ca. 2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  4. Ofen auf 180°C vorheizen.
  5. Teig ca. 5 mm dick auswallen und Guetzli mit Form nach Wahl ausstechen. Nochmals für 10 Minuten kühlstellen.
  6. Eigelb mit Rahm (Sahne) vermischen und damit die Guetzli bestreichen.
  7. In der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 180°C ca. 12 bis 15 Minuten goldgelb backen.
  8. Die Guetzli auskühlen lassen und in einer gut verschliessbaren Keksdose an einem kühlen Ort aufbewahren (Haltbarkeit ca. 4 Wochen). Die Mailänderli können übrigens auch sehr gut auf Vorrat gebacken und eingefroren werden.

 

Zimtsterne

Bildquelle: Betty Bossi

Zimt gehört zur Adventszeit wie der Weihnachtsbaum zu Weihnachten. Darum ist auch der Zimtstern ein echter Klassiker und gehört mitunter auch zu meinen Favoriten. Unsere Zimtsterne backen wir nach dem Rezept von Betty Bossi.

Für 15-20 Zimtsterne benötigst Du: 3 frische Eiweiss (ca. 90 g), 1 Prise Salz, 250 g Puderzucker, 1.5 EL Zimt, 350 g gemahlene Mandeln, 0.5 EL Kirsch (oder alternativ Zitronensaft)

Zubereitung

  1. Eiweisse mit dem Salz steif schlagen.
  2. Puderzucker daruntermischen. Davon 6 Esslöffel (ca. 1 dl) in eine separate Schüssel geben und als Glasur zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
  3. Zimt und Mandeln mischen, mit dem Kirsch/Zitronensaft zur restlichen Eiweissmasse geben und zu einem Teig zusammenfügen.
  4. Teig portionenweise zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel oder auf wenig Zucker ca. 1 cm dick auswallen, mit einem Spachtel lösen. Sterne ausstechen, dabei das Förmchen immer wieder in Zucker tauchen. Ausgestochene Guetzli auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen.
  5. Zimtsterne bei Raumtemperatur ca. 6 Std. oder über Nacht trocknen lassen.
  6. Zimtsterne in der Mitte des auf 250 Grad vorgeheizten Ofens ca. 5 Minuten backen. Danach auf einem Gitter auskühlen lassen.
  7. Wenig Glasur in die Mitte der Sterne geben, mit einem Zahnstocher in die Spitzen ziehen.

 

Basler Brunsli

Bildquelle: Betty Bossi

Das Lieblingsguetzli aller Schokoholics und somit auch meins 🙂

Für den Teig der Basler Brunsli verwenden wir das Rezept von Betty Bossi.

Für ca. 30-40 Brunsli benötigst Du: 200 g Zucker, 250 g gemahlene Mandeln, 2 EL Mehl, 1 Messerspitze Zimt, (optional: 1 Messerspitze Nelkenpulver), 2 frische Eiweiss (steif geschlagen), 100 g dunkle Schokolade (85% Kakao, zerbröckelt), siedendes Wasser

Zubereitung

  1. Zucker, Mandeln, Mehl, Zimt (und falls gewollt Nelkenpulver) in einer Schüssel vermischen.
  2. Eiweiss steif schlagen und Eischnee unter die Masse ziehen.
  3. Zerbröckelte Schokolade in eine Schüssel geben und im Wasserbad mit 1 EL Wasser schmelzen. Schockolade glatt rühren und unter die Masse mischen.
  4. Teig portionenweise zwischen einem aufgeschnittenen Plastikbeutel oder auf wenig Zucker ca. 1 cm dick auswallen und mit einem Spachtel lösen. Formen ausstechen und die Förmchen immer wieder in Zucker tauchen. Guetzli auf mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und bei Raumtemperatur über Nacht trocknen lassen.
  5. Am nächsten Tag in der Mitte des auf 250 Grad vorgeheizten Ofens ca. 5 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in einer gut verschliessbaren Keksdose an einem kühlen Ort lagern. Ca. 4 Wochen haltbar.

 

Spitzbuben

Spitzbuben habe ich als Kind schon geliebt und meine Schwester und ich haben immer sehr gerne beim Backen geholfen. Und auch bei meinen Kindern ist der Spitzbub der Favorit unter den Weihnachtsguetzli. Unsere Spitzbuben haben wir bislang ebenfalls nach dem Rezept von Betty Bossi gebacken, in diesem Jahr haben wir auch hier das Rezept von stilpalast.ch ausprobiert. Auch diese Guetzli sind gelungen und schmecken toll.

Für 20-25 Guetzli benötigst Du: 200 g Butter (zimmerwarm), 125 g Zucker, 2 Eigelb, 1 Päckchen Vanillezucker, 300 g Mehl, ca. 250 g Konfitüre (z.B. Himbeeren, Aprikosen, Johannisbeeren) à unser Favorit ist Himbeer – yummie!

Zubereitung

  1. Die zimmerwarme Butter zusammen mit dem Zucker und dem Eigelb mit dem Handrührgerät oder der Küchenmaschine auf hoher Stufe schaumig rühren.
  2. Vanillezucker beifügen und gut untermischen.
  3. Anschliessend das Mehl mit dem Sieb langsam beifügen und bei niedriger Stufe weiterrühren bis ein geschmeidiger Teig entsteht.
  4. Den Teig für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  5. Backofen auf 180°C vorheizen.
  6. Den Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche ca. 2 mm auswallen. Guetzli mit beliebiger Form ausstechen. Nach Wunsch bei der Hälfte der ausgestochenen Guetzli eine kleine Form in der Mitte ausstechen (wie im Bild ein Herz). Dies ergibt später die Deckel für die Spitzbuben.
  7. Alle ausgestochenen Teigguetzli auf mit Backpapier versehene Bleche legen und in der Mitte des vorgeheizten Ofens bei 180°C etwa 12 bis 15 Minuten backen bis sie goldgelb sind (Umluft bei 160°C). Auskühlen lassen.
  8. Die Guetzli-Unterteile (ohne Loch) mit Konfitüre nach Wahl (z.B. Himbeeren, Aprikosen, Johannisbeeren etc.) bestreichen und gleich anschliessend die Guetzlideckel vorsichtig drauflegen. Mit Puderzucker bestreuen.
  9. Die Spitzbuben in einer gut verschliessbaren Keksdose an einem kühlen Ort aufbewahren (z.B. im Kühlschrank, Keller oder bei 4°C Aussentemperatur auf dem gedeckten Balkon). So bleiben sie schön feucht und sind mindestens 3 Wochen haltbar.

Selbstgebackene Weihnachtsguetzli eignen sich auch super als Geschenk und in einer tollen Keksdose oder in selbst-gestalteten Bonbon-Beuteln sind sie auch gleich wunderschön verpackt. Ein paar Ideen, wofür Du Keksdosen auch noch verwenden kannst, findest Du in diesem Beitrag.

Welche Weihnachtsguetzli / Weihnachtsplätzchen dürfen bei Dir auf keinen Fall fehlen? Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Du Dein Lieblingsrezept mit mir teilst. Und wer weiss, vielleicht gehört Dein Rezept dann nächstes Jahr ebenfalls zu meinen ganz persönlichen Klassikern! 🙂

Eine guetzlireiche / plätzchenreiche Adventszeit

Deine Marie

 

 

Marie ist Zweifachmama und liebt es, mit und für ihre Kids zu basteln und Neues auszuprobieren. Nebenbei interessiert sie sich für Reisen und Fotografie und bloggt für smartphoto. Marie experimentiert gerne mit den Produkten von smartphoto und teilt mit Euch Ideen und Anleitungen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.