Das Comeback der Brotdose

Früher hatte man Brotdosen, heutzutage spricht man von Lunch- bzw. Znüniboxen und die Auswahl an Anbietern und Dosen ist riesig. Mit dem Start des neuen Schuljahres gewinnt dieses Thema natürlich wieder mehr Wichtigkeit, denn ein Morgen im Kindergarten oder in der Schule ist anstrengend und braucht viel Energie.

Da Piraten und Schatzsuche zurzeit das Lieblingsthema meines Sohnes sind, habe ich mich für eine personalisierbare Box entschieden und ihm eine Lunchbox mit einem Piratenbild erstellt und diese hier bestellt. Die Piratenschatzkarte begleitet ihn nun bei seiner täglichen Znüni-Schatzsuche im Kindergarten.

Wenn Du bereits eine Lunchbox hast und diese etwas persönlicher gestalten möchtest, kannst Du sie bspw. mit individuellen Stickern verschönern oder beschriften.

Beim Befüllen der Znünibox wird es etwas schwieriger. Viele Schulen geben ja Empfehlungen ab, was das Kind als Znüni mitnehmen soll bzw. darf. Und auch die Wünsche des Kindes sollen berücksichtigt werden. Denn wenn es dem Kind nicht schmeckt, kommt die Lunchbox unangerührt wieder zurück.

Im Internet findest Du eine riesige Auswahl an Ideen und Rezepte zur Befüllung der Lunchbox. Ich habe mich mal etwas schlau gemacht und ein paar neue Ideen gesammelt und ausprobiert, wie man die Lunchbox gesund und abwechslungsreich bestücken kann.

Hier zuerst einmal eine Übersicht der gesunden Zutaten:

Saisonale Früchte: Apfel, Birne, Trauben, Kiwi, Mandarine, Orange, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Melone, Pfirsich, Mango, etc.

Gemüse: Karotten, Gurke, Cherrytomaten, Peperoni, Fenchel, Kohlrabi, Stangensellerie, Radieschen, etc.

Vollkornprodukte: Vollkornbrot (belegt mit Käse, Frischkäse oder magerer Wurst), Darvida/Blévita, Knäckebrot, Reiswaffeln, Dinkelstangen, etc.

Sonstiges: Nüsse, Rosinen, Studentenfutter, Joghurt, etc.

Da ich gerne mit einem Wochen-Essensplan arbeite, habe ich eine neue Spalte für „Znüni“ eingefügt. Dank diesem Plan habe ich nicht jeden Tag den gleichen Stress betreffend „Und was koche ich denn heute?“. Aber der Plan lässt auch Spielraum für Spontanität, auch beim Znüni. Aber so haben wir bestimmt immer etwas zu Hause.

Ich halte den Inhalt der Lunchbox meistens ziemlich einfach: ein kleines Sandwich, dazu ein wechselndes Vollkornprodukt, etwas Obst und etwas Gemüse (meistens schon in mundgerechte Stücke geschnitten). Oder auch nur eines von beidem, je nach Lust und Hunger meines Sohnes.

Geschnittene Äpfel beträufele ich mit etwas Zitronensaft, damit die Stücke nicht braun werden.

Da die Box keine fixen Unterteilungen hat, verwende ich Silikon-Muffinförmchen für das Obst und Gemüse und auch für Nüsse, Rosinen, etc. Wenn das Obst oder der Obstsalat nicht gut mit den Händen gegessen werden kann, gebe ich meinem Sohn eine kleine Gabel mit. Hierfür habe ich ein Paket Kinderbesteck bei Ikea gekauft. Dieses ist schön bunt und wenn es mal liegen bleibt, ist dies nicht so tragisch. Als kleine Abwechslung für Zwischendurch habe ich mir noch ein paar Besteckbeutel mit witzigen Motiven bestellt. Mal schauen, wie diese bei Junior ankommen.

Zwischendurch packe ich ihm auch etwas spezielleres ein wie einen Fruchtgetreideriegel, einen Babybel oder auch mal Tomaten-Mozzarella-Spiesschen. Zwei weitere tolle Rezeptideen, die ich ausprobiert habe, sind Pizzataschen und Fruchtkringel.

Für die Pizzataschen nimmst Du Fertig-Pizzateig (ich nehme dafür Dinkel-Pizzateig) und schneidest diesen in breite Streifen. Alternativ kannst Du auch einen kleinen Teller nehmen und kleine Kreise ausschneiden für Mini-Calzone. (Ich verwende dafür den „Täschler“ von Betty Bossi).

Danach gibst Du jeweils mit etwas Abstand einen Klecks Tomatensauce sowie Mozzarella und ev. Schinken auf den Teig und klappst den Teig längs um, drückst den Teig fest und schneidest die Taschen aus. Den Ofen heizt Du auf 200 Grad vor und schiebst danach das Blech mit den Pizzataschen in der unteren Hälfte in den Backofen, bis die Pizzataschen goldbraun sind. Natürlich kannst Du die Pizzataschen nach Herzenslust befüllen und sie eigenen sich auch toll für ein Picknick (oder für Deine Lunchbox).

Das Rezept für die Fruchtkringel habe ich auf dem Blog lifestylemommy gefunden. Für ca. 20 Stück benötigst Du:

  • 35 g Fruchtsaft (sehr gut geeignet ist Multisaft)
  • 15 g Rapsöl
  • 1 EL Rohrohrzucker, alternativ einen halben Löffel Agavendicksaft
  • 1/4 Würfel Hefe
  • 100 g Dinkelmehl

Den Saft zusammen mit dem Öl, der Hefe und dem Zucker leicht auf dem Herd erwärmen, bis sich der Zucker und die Hefe auflösen. Mehl zugeben und ca. 2 Min mit Handrührgerät und Knethaken verrühren. Der Teig sollte absolut nicht kleben und sich weich kneten lassen (passe ggf. die Saft- oder Mehlmenge an). Dann Wasser in einem Topf zum Kochen bringen.
Den Teig in ca. 5 cm lange Würste rollen und die Enden jeweils zusammendrücken, so dass kleine Kringel entstehen. Die Kringel in das (sprudelnd) siedende Wasser schmeissen und nach ca. 30 Sekunden mit einer Schaumkelle rausholen.
Die so „vorgekochten“ Kringel in dem bei 230°C vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten golden backen und dann auf dem Backblech vollständig abkühlen (und nachtrocknen lassen).

Bislang scheint Junior mit der Znüni-Auswahl zufrieden zu sein, aber das Schuljahr hat ja auch erst angefangen. Falls Du weitere tolle Rezept-Ideen für die Lunchbox hast, würde ich mich freuen, wenn Du diese mit mir teilst.

Deine Marie

Marie ist Zweifachmama und liebt es, mit und für ihre Kids zu basteln und Neues auszuprobieren. Nebenbei interessiert sie sich für Reisen und Fotografie und bloggt für smartphoto. Marie experimentiert gerne mit den Produkten von smartphoto und teilt mit Euch Ideen und Anleitungen.

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